Fingerprinting wird genutzt um einen Internetnutzer zu „tracken“ (verfolgen und aufzeichnen), mit den gesammelten Daten lassen sich geziehlte Angebote und Werbeanzeigen platzieren. In hinsicht auf den Datenschutz ist diese vorgehensweise als bedenklich einzustufen.

Damit eine angesteuerte Webseite erfolgreich fingerprinting einsetzen kann um den Nutzer zu identifizieren sind zwei vorraussetzungen unumgänglich. Das verwendete Gerät und der eingesetzte Browser sollten einzigartige Eigenschaften haben und zuätzlich muss auf der Webseiten JavaScript laufen.

Maßnahme 1: Eigenschaften verschleiern

Vorab sollte beachtet werden, dass dies die am wenigsten effektive Möglichkeit ist. Einzigartige Eigenschaften sind zum Beispiel: Bildschirmauflösung, Systemzeit auf die Millisekunde genau, Browserversion, Browserplugins, installierte Schriften, Betriebssystemversion und vieles mehr.

Eine eher umständliche Möglichkeit wäre einen Rechner unangetastet im Werkszustand zu lassen, wodurch das Gerät keine Besonderheiten aufweist.

Etwas einfacher, jedoch kaum effektiv wäre es einen der meistverwendeten Browser zu nutzen. Wenn die Anzahl an Nutzern eine enorme Größe erreicht ist die Chance hoch, dass es bei den Browsereingenschaften überschneidungen gibt.

Maßnahme 2: JavaScript deaktivieren

da in den meisten Fällen ein Script laufen muss um ein Gerät und Browser zu indentifizieren, kann durch die Blockade von JavaScript fingerprinting effektiv gestoppt werden. Um JavaScript zu deaktivieren kann beispielsweise das bekannte Firefox Plugin „noscript“ installiert werden. Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass ein Großteil der Webseiten ohne Scripte nur mäßig funktionieren und viele Darstellungsfehler aufweisen.

Maßnahme 3: Tor, oder der Torbutton

Tor (hier gibt es weitere Informationen zum Tor Projekt) ist ein spezieller Browser um Internetnutzer zu anonymisieren. Besonders häufig wird die Tor Software in Ländern mit einem sehr restriktiven Internet (wie z.B. in China) verwendet.

Am einfachsten lässt sich Tor mit dem Firefox Plugin Torbutton anwenden. Der Tor-Browser sowie das Plugin greifen recht aggresiv durch und blocken eine breite Auswahl an Scripten was wiederrum die Darstellung vieler Webseiten beeindrächtigt.

Desweiteren schickt die Torsoftware den Benutzer über ein komplexes knotensystem. Du wirst quasi wie ein Pingpongball kreuz und quer über den Globus gespielt um deine ursprüngliche Herkunft und Identität zu verschleiern. Damit ist eine sehr hohes maß an Anonymität gewährleistet, jedoch mit starken einbußen bei der Geschwindigkeit.

Fazit:

Die verschleiherung Deiner Identität kommt mit einem Preis. In den meisten Anwendungsfällen wird dieser Preis zu hoch sein. Wer die massiven Einbußen bei Geschwindikeit und grafischer Darstellung in kauf nimmt braucht sicher gute Gründe.

Photo Credit: flickr via Compfight cc

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